spanisch
englisch
Stiftung      Intranet      Veranstaltungen      Publikationen      Fotowettbewerb!     


Eine Reise zu den „Leuchttürmen frühkindlicher Bildung“


durchgeführt vom Arbeitskreis Bildung der
Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit


Aufgrund schlechter Ergebnisse in zahlreichen international vergleichenden Studien wurde das deutsche Bildungssystem mit einem lang anhaltenden Hagel von An-/ Beschuldigungen konfrontiert. Das Land der Denker und Philosophen rutschte immer weiter ins Mittelmaß ab. Einer der ersten großen Lösungsvorschläge war die Integration von Bildung in den Vorschulbereich, die Kindertageseinrichtungen sollten nun (offiziell) nicht mehr nur betreuen, sondern auch bilden und wurden als erste Instanz in der Bildungslaufbahn eines jeden Kindes proklamiert. Gute und erfolgreiche Kindergärten und deren Erzieherinnen hatten es schwer neben den zahlreichen Negativbeispielen und den allgemeinen Verurteilungen überhaupt wahrgenommen zu werden. Dass das System der frühkindlichen Betreuung und Bildung aus pädagogischer, wirtschaftlicher und familienpolitischer Seite betrachtet noch zahlreiche Mängel aufweist, ist nicht zu bestreiten aber es gibt eben auch Kindertagesstätten, die auf ihre Art ideale Rahmenbedingungen für Kinder und das Lernen bieten und somit als „Leuchttürme frühkindlicher Bildung“ bezeichnet werden können.
Kein Kindergarten gleicht dem Anderen, denn trotz gleicher Räumlichkeiten oder pädagogischer Ansätze unterscheiden sie sich schon allein wegen des erzieherischen Teams, der örtlichen Einbettung und des sozialen Umfeldes. So kann man die Konzepte der besuchten „Leuchttürme frühkindlicher Bildung“ nicht eins zu eins übernehmen. Aber das Herausgreifen einer kleinen Auswahl an erfolgreichen Ideen kann Anregungen geben und Diskussionsgrundlage sein, um die Zukunft frühkindlicher Bildung aktiv mitzugestalten.
Sieben Kindertageseinrichtungen, die die 8 Stipendiaten des Arbeitskreises Bildung besucht haben, sind in unterschiedlichen Trägerschaften und vertreten diverse pädagogische Ansätze. Viele der Kitas sind neu entstanden und haben bereits von der ersten Idee an versucht auf Bedürfnisse der Gesellschaft einzugehen, die bis dato eher wenig beachtet wurden. Bei den Hospitationen in den Einrichtungen wird schnell deutlich, was sie eint: zum einen eine engagierte und hoch motivierte Leitung und ein Team, dass sich durchaus zu Anstrengung und Leistung bekennt und zum anderen der stete Fokus auf das Kind. Die Veränderungen und konzeptionellen Neugestaltungen wurden/werden stets zum Wohle des Kindes verfolgt. In diesen Fällen wird „das Beste fürs Kinde“ nicht nur besprochen, sondern auch aktiv praktiziert. Dies scheint auf den ersten Blick die Aufgabe einer jeden Einrichtung zu sein aber bei genauere Betrachtung wird deutlich, dass das Wohl des Kindes mit einem hohem Arbeitsaufwand, Durchhaltevermögen und der kritischen Betrachtung der eigenen Person, des eigenen pädagogischen Handelns einhergeht und dies ist wahrlich kein leichtes Unterfangen. Die Kindertageseinrichtungen sehen ihre Entwicklung als einen nie abgeschlossenen Prozess, die Ungeduld und Dynamik wurde uns vor allem in den Gesprächen mit der Leitung bewusst – diese Kindergärten können als Lernende Organisationen bezeichnet werden und darin liegt sicherlich ihre Stärke. Genauere Informationen zu den besuchten „Leuchttürmen frühkindlicher Bildung“ wird es in der letzten Broschüre im Rahmen von ProKopf ab voraussichtlich April geben.

Elisabeth Karnatz (Inhaltliche Projektleitung)

René Sternberg (Organisatorische Leitung)

Johannes Beilharz

Holger Braune

Alina Cherata

Tim Heemsoth

Ariane Schulze

Alexandra Vogelsang


Druckversion dieses Artikels    diesen Artikel versenden

Rechtliche Hinweise | Impressum